Trockensteinmauern in der Porta Romana (cr Peter Weidmann)

P040: Trockensteinmauern in der Porta Romana, Pfäfers (2013-2017)

Steigt man auf dem Wanderweg und ehemaligen Römerweg von der Bad Ragazer Fluppi zur Klosterkirche Pfäfers auf, trifft man auf kleinem Raum strukturreiche Rebberge, Trockenmauern, Magerwiesen, Hecken und Eichenwälder an. Diese abwechslungsreiche Kulturlandschaft wird als Porta Romana bezeichnet.

Der Bau von Trockenmauern ist kein einfaches Handwerk. (Foto Peter Weidmann)
Der Bau von Trockenmauern ist kein einfaches Handwerk. (Foto Peter Weidmann)

Wie in den meisten Terrassenlandschaften der Alpen liess sich auch in der Porta Romana die fachgerechte Pflege und Instandhaltung der Trockenmauern kaum mehr aufrecht halten. Die aufwendigen Reparaturen und Erneuerungen der Mauern in der Trockenbauweise konnten von den wenigen Bewirtschaftern ohne zusätzliche Arbeitskräfte längerfristig nicht mehr umfassend erbracht werden. Auch mit gutem Willen sind diese landschaftspflegerischen Arbeiten mit den heutigen landwirtschaftlichen Betriebsstrukturen nicht mehr im Alleingang zu bewältigen. Die schleichenden Folgen solcher Entwicklung sind bekannt: Trockenmauern verfallen, werden bei notwendigen Restaurationsarbeiten eingemörtelt oder gar durch Betonmauern ersetzt.

Ein wichtiger Schritt zur Erhaltung und Aufwertung dieser Kulturlandschaft gelang in den Jahren 2006-2012 mit einem Projekt, welches von der Golf Natura Stiftung Bad Ragaz durchgeführt wurde. Es wurden neben der Pflege von Waldrändern, Wiesen und Hecken vor allem über 800 m2 Trockenmauern fachgerecht saniert. Der Schlussbericht kann als PDF heruntergeladen werden.

Pro Natura St. Gallen-Appenzell ist Mitglied des Stiftungsrates der Golf Natura Stiftung Bad Ragaz und konnte das Projekt in der Umsetzung begleiten. Deshalb übernahm Pro Natura St. Gallen-Appenzell im Jahr 2013 die Trägerschaft für die Weiterführung des Projekts "Kulturlandschaft Porta Romana" und beauftragte Peter Weidmann (Atragene, Chur) mit der Projektleitung.

Bis Ende 2016 konnten in der Porta Romana weitere wichtige Trockenmauern saniert, Waldränder aufgelichtet, Hecken und eingewachsene Magerwiesen gepflegt werden. Das Projekt wurde finanziell von folgenden Institutionen getragen: Amt für Natur, Jagd- und Fischerei des Kantons St. Gallen (ANJF), Fonds Landschaft Schweiz, Sophie und Karl Binding-Stiftung, Ernst Göhner-Stiftung, Dr. Bertold Suhner-Stiftung, Steffen Gysel Stiftung Gemeinde Pfäfers und Pro Natura St. Gallen-Appenzell. Pro Natura St. Gallen-Appenzell bedankt sich an dieser Stelle herzlich für die gute Zusammenarbeit mit den Geldgebern, Behörden und Grundeigentümern.