Gartenschläfer © Biosphoto / Frédéric Desmette

Ein Zorro mit Maske – Der Gartenschläfer

10.03.2022

Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist 2022 Botschafter für wilde Wälder und naturnahe Landschaften. Am Mittwoch, 23. März 2022, um 19:00 Uhr gibt Regula Tester von Pro Bilche Basel im Naturmuseum St. Gallen Einblicke in das Leben des kleinen Zorros. Dabei wird sie auf die Frage eingehen, ob und wo der Gartenschläfer in Europa eine Chance hat. Erfahren Sie mehr über dieses schöne Nagetier, seine Lebensweise, die Spekulationen über seinen Rückgang und wie wir ihn und seine nächsten Verwandten aufspüren und unterstützen können.

Der Gartenschläfer ist 2022 Botschafter für wilde Wälder und naturnahe Landschaften. Der nachtaktive Nager mit der schwarzen Augenmaske schlummert von November bis April im Winterschlaf. Danach beginnt ein turbulentes Sommerleben für den Kleinsäuger aus der Familie der Bilche. Diese Zeit besteht für den Gartenschläfer aus der Fortpflanzungszeit, einer dreiwöchigen Tragezeit, einer einmonatigen Säugezeit, dem ersten Erkunden der Umgebung und der anschliessenden Trennung der Familie.

Seine schwarze „Zorro“-Maske und die schwarzweisse Schwanzquaste unterscheiden den Gartenschläfer von seinem grösseren und bekannteren Cousin, dem Siebenschläfer. Die natürliche Heimat des Gartenschläfers ist der Wald, wo er vielfältige Strukturen mit Totholz, Baumhöhlen, felsigen Abschnitten und Büschen benötigt. Bis vor einigen Jahrzehnten fand der Gartenschläfer Ersatzlebensräume ausserhalb des Waldes. Die vielfältige Kulturlandschaft mit Obstgärten, Hecken und gut zugänglichen Scheunen gefiel dem Bilch. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft ist der Lebensraum für Gartenschläfer jedoch auch ausserhalb des Waldes dramatisch geschrumpft. Wie geht es weiter mit dem Gartenschläfer? Diese und weitere Fragen wird die Referentin Regula Tester während ihrem Vortrag zum Gartenschläfer aufgreifen.

Pro Natura St.Gallen-Appenzell lädt am Mittwoch, 23. März 2022, um 19:00 Uhr zum Vortrag über das Tier des Jahres ein. Die Veranstaltung findet im Naturmuseum St. Gallen statt und ist kostenlos.

_________________________

Weitere Auskünfte:
Bea Egger Indermaur, Vorstandsmitglied Pro Natura St. Gallen-Appenzell, 079 461 53 48, @email