Lochmühle an der Goldach

P045: Renaturierung der Lochmühle an der Goldach, Untereggen (2013-2016)*

Anfang 2013 konnte Pro Natura St. Gallen-Appenzell in der Lochmühle die Parzelle mit der ehemaligen Fischzucht erwerben und realisierte dort anschliessend ein Amphibienförderungsprojekt.

Bis im Sommer 2002 wurde auf der Parzelle Nr. 468 (Untereggen) direkt an der Goldach eine Fischzucht mit einem kleinen Restaurant betrieben. Das Hochwasser vom 31.8./1.9.2002 richtete am Wohnhaus und an den unteren Fischzuchtbecken derart schwere Schäden an, dass das Wohnhaus, das ehemalige Aufzuchtbecken nördlich des Hauses und das Fischzuchtbecken unmittelbar südlich des Hauses 2003 abgebrochen werden mussten. Ein vom ehemaligen Eigentümer gewünschter Wiederaufbau konnte aus planungsrechtlichen Gründen nicht realisiert werden. 

In den auf dem südlichen Teil der Parzelle verbliebenen ehemaligen Fischzuchtbecken siedelte sich im Verlaufe der Jahre eine interessante Amphibienpopulation an. Um diese Populationen erhalten und weiter fördern zu können und auch, um die Parzelle in einen naturnäheren und optisch ansprechenderen Zustand zu bringen, interessierte sich Pro Natura St. Gallen–Appenzell für die Parzelle Nr. 468. Anfang 2013 konnte Pro Natura die Parzelle von Peter Graf, dem ehemaligen Betreiber der Fischzucht, erwerben.

Mit dem im Sommer 2016 umgesetzten Projekt soll mit vertretbarem Aufwand eine ökologisch wertvolle und visuell ansprechende Neugestaltung erreicht werden:

  • Schaffung eines möglichst naturnahen Ufers entlang der Goldach
  • Schaffung von mehreren, möglichst natürlichen Laichgewässern u.a. für Geburtshelferkröten (wichtigste Zielart), Gelbbauchunken, Erdkröte, Grasfrosch
  • Bestehende Betonbecken rückbauen, wenn diese für die Laichgewässer nicht gebraucht werden können, oder diese dann so umbauen, dass der Beton nicht mehr sichtbar ist.
  • Die Laichgewässer sollten wegen dem Fortpflanzungserfolg nicht zu früh austrocknen und nicht schon bei kleinen Hochwässern überflutet werden Schaffung von geeigneten Versteck-, Eiablage- und Sonnenplätze für Ringelnattern und Zauneidechsen
  • Gestaltung so, dass der künftige Pflegeaufwand möglichst gering gehalten werden kann
Zerstörtes Haus
Zerstörtes Haus. (Foto: Christian Meienberger)