Rebberg

P010: Ökologische Aufwertung Rüden-Kobel-Langmoos, Berneck (2005-2007)*

Die Gemeinde Berneck zeichnet sich in den klimatisch günstigen Hanglagen durch einen verhältnismässig grossen Artenreichtum aus. Einen besonderen Stellenwert nehmen die Rebberge ein, welche teilweise nach hohen ökologischen Massstäben bewirtschaftet werden. Vor kurzem wurden auch Vorkommen der stark gefährdeten Geburtshelferkröte und der Gelbbauchunke bekannt.

Das Bekanntwerden dieser Vorkommen ist auf das regionale Rettungsprojekt für die Geburtshelferkröte, welches von Pro Natura St. Gallen-Appenzell lanciert wurde, zurückzuführen. Rund um Berneck leben auch je eine kleine Population der stark gefährdeten Schlingnatter sowie der Ringelnatter. Bei den Vögeln sind vor allem die Vorkommen von Gartenrotschwanz und Zaunammer von Bedeutung. Es handelt sich aber meist um sehr kleine Reliktvorkommen, die schon nach geringfügigen Landschaftsveränderungen völlig verschwinden könnten.

Neues Feuchtgebiet
Neues Feuchtgebiet (Foto: Jonas Barandun)

Gemeinsames Projekt zur Förderung der Artenvielfalt

Im Gebiet Rüden-Langmoos haben sich mehrere Grundbesitzer bereit erklärt, sich an einem koordinierten Projekt zur Förderung der Artenvielfalt zu beteiligen. Dieses Projekt wurde von Dr. Jonas Barandun (Ökonzept) initiiert und wurde von ihm auch betreut.

Die Planung und die Umsetzung der Massnahmen wurden durch den Gemeindepräsidenten, Jakob Schegg, den Präsidenten der Ortsgemeinde Berneck, Guido Seitz, sowie durch Arnold Schmidheiny als Vertreter der Landwirtschaft und Claudia Federer als Vertreterin der Anwohnerschaft, begleitet.

Pro Natura St. Gallen-Appenzell übernahm die Trägerschaft. Finanziert wurde das Projekt durch Beiträge von Pro Natura (Zentralverband, 365er Club), Bund, Kanton, Gemeinde und dem Fonds Landschaft Schweiz.