Amphibienlebensräume entlang der Sitter

P017: Amphibienlebensräume entlang der Sitter - ein Projekt zur Pro Natura Kampagne „Befreit unsere Flüsse“ (2007-2010)

Im Januar 2006 wurde die Studie «Fliessgewässer als Lebensräume für gefährdete Amphibien» publiziert. Die beiden Biologen Dr. Jonas Barandun und Lukas Indermaur erarbeiteten im Auftrag der Kantonalen Fachstellen für Natur und Landschaft St. Gallen und Appenzell Innerrhoden grundsätzliche Ideen zur Aufwertung natürlicher Amphibienlebensräume und beurteilten auch das Potential der grösseren Bäche und Flüsse in den beiden Kantonen.

Informationen über mögliche Aufwertungsmassnahmen an der Sitter: Interessierte an einer Exkursion (Sommer 2007)
Informationen über mögliche Aufwertungsmassnahmen an der Sitter: Interessierte an einer Exkursion (Sommer 2007)

Fliessgewässer sind für Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke der natürliche Lebensraum. Beide Arten sind stark gefährdet und haben in den letzten Jahren auch in unserer Region massive Bestandeseinbussen erlitten. Um die Ergebnisse der oben erwähnten Studie zu konkretisieren, hat der Vorstand von Pro Natura St. Gallen-Appenzell beschlossen, einen geeigneten Flussabschnitt vertieft bearbeiten zu lassen. Ausgewählt wurde die Sitter auf dem Gebiet der Stadt St. Gallen und der Gemeinde Gaiserwald. Dieser Flussabschnitt eignet sich besonders zur Förderung der natürlichen Vorkommen dieser beiden Amphibienarten.

 

Die im Jahr 2007 von Pro Natura St. Gallen-Appenzell in Auftrag gegebene Studie (ARGE Fröhlich Wasserbau AG und Ökonzept) zeigt auf, welche Massnahmen im erwähnten Flussabschnitt zur Förderung der Amphibien sinnvoll und möglich sind. Sie wurden im Sinne eines Vorprojekts beschrieben und planlich dargestellt. Die Projektideen konnten in der Folge mit der Stadtverwaltung und auch mit kantonalen Stellen diskutiert werden. Eine der Projektideen wurde bereits im Jahr 2008 vom städtischen Stadtplanungsamt (Fachbereich Freiraum, Natur und Landschaft) in Angriff genommen. Weitere Projekte sollen in den nächsten Jahren mit den Grundeigentümern diskutiert werden.