Neuer Weiher auf Parzelle Nr. 2366, Thal

P047: Amphibienförderung im Naturschutzgebiet Buriet/Buechsee, Thal (2016-2019)

Pro Natura St.Gallen-Appenzell konnte Ende 2016 von der St.Gallisch Naturwissenschaftlichen Gesellschaft (NWG) vier kleine Parzellen im Buriet/Buechsee in der Gemeinde Thal erwerben (Total 2.15 ha). Als Flachmoor und als Amphibienlaichgebiet hat das Naturschutzgebiet nationale Bedeutung. Zwischen 2017 und 2019 wurden 7 Teilprojekte zur Förderung der Amphibienfauna durchgeführt.

   

Unsere Praktikantin bei der Feldarbeit.
Unsere Praktikantin bei der Feldarbeit. (Foto: Pro Natura SGA)

Das Feuchtgebiet Buriet/Buechsee entstand im Bereich einer verlandeten Flussschleife des Alpenrheins und zeichnet sich durch grossflächige Schilfröhrichte, Seggenrieder und Hochstaudenfluren aus. Der Wasserhaushalt des Moores ist stark durch den Wasserstand des Bodensees geprägt und wird über mehrere Entwässerungsgräben reguliert. Das Naturschutzgebiet wurde in den letzten Jahrzehnten stark isoliert und ist ungenügend mit anderen Feuchtgebieten vernetzt. So wird es im Süden durch die Autobahn, im Osten und Westen durch Industriegebiete und gegen Norden durch die Kantonsstrasse und den Flughafen Altenrhein begrenzt. Mitten durch das Gebiet führt zudem die SBB-Linie Rorschach-St.Margrethen. Gemäss der Schutzverordnung der Gemeinde Thal bedeckt das Naturschutzgebiet eine Fläche von rund 19 ha. Der Bestand an Amphibien ist in den letzten zwei Jahrzehnten gemäss der Einschätzung von Fachleuten stark zurückgegangen. Als Basis für die Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungskonzeptes kontrollierte Pro Natura St.Gallen-Appenzell im Frühjahr 2017 daher die Amphibienvorkommen. Das Resultat stimmte mit den Beobachtungen der Fachleute überein. Der Laubfrosch ist aus dem gebiet verschwunden. Von den übrigen gefährdeten Arten konnten wir Kamm- und Teichmolche zwar immer noch nachweisen, in verschiedenen geeigneten Laichgewässern fehlten sie aber. In diesen Tümpeln und Weihern stellten wir Fische fest. Im Weiher Grueben fehlten sowohl Fische als auch Amphibien. Hier liegt der Grund in der hohen Belastung durch organische Stoffe (Laubeintrag), die zu einem sehr tiefen Sauerstoffgehalt im Wasser führen. Mit diesem Aufwertungsprojekt konnten wir an 7 Orten im Naturschutzgebiet neue Laichgewässer anlegen und bestehende verbessern.