Flugaufnahme

P005: Aufwertung der Kiesgrube Feerbach, Vilters-Wangs (2002)*

Die Kiesgrube Feerbach liegt oberhalb der Talebene von Wangs. Der naturschützerische Wert ist vor allem begründet durch die grossen Amphibienpopulationen von Grasfrosch und Erdkröte
(Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung, Nr. SG 344).

Eröffnung des Schutzgebietes
Die Eröffnung des Schutzgebietes wurde mit einer Ausstellung des Bildhauers Roland Guggenbühler kombiniert. (Foto Ch. Meienberger)

Pro Natura St. Gallen-Appenzell setzt sich seit 1982 für den Erhalt der Kiesgrube Feerbach ein. Die Geschichte des Abbaugebietes ist bewegt. Wichtige Meilensteine waren die regierungsrätliche Unterschutzstellung (Beschluss vom 31. Oktober 1995), die vorsorgliche Schutzverfügung vom 14. September 1999 durch den Gemeinderat von Vilters-Wangs, der Kauf durch die Politische Gemeinde im Jahr 2000 mit Hilfe des Kantons, des Fonds Landschaft Schweiz und Pro Natura St. Gallen-Appenzell sowie die Verpachtung der Kiesgrube an Pro Natura im Januar 2001. 

Kiesgruben sind einer schnellen Sukzession unterworfen und brauchen, um ihren naturschützerischen Wert als Lebensraum für Pionierarten (vor allem Bewohner der ehemaligen Auen) zu erhalten, periodisch eine intensive Pflege. Im Sommer 2000 wurde deshalb eine Gestaltungsstudie in Auftrag gegeben (RENAT AG). Die Umsetzung dieser Studie wurde im Oktober 2001 begonnen und konnte im November erfolgreich abgeschlossen werden. Im Sommer 2002 zeigte sich bereits der erste Erfolg: Es konnten wieder Gelbbauchunken und deren Kaulquappen beobachtet werden.