Flachwasserzone nach Abschälen des Goldrutenbestandes

P025: Kaltbrunner Riet - wirksame Bekämpfung von Neophyten (2009-2010)

Während umfangreicher Wiederherstellungs- und Unterhaltsarbeiten in den Jahren 1978 bis 1982 wurden insgesamt rund 3600 Kubikmeter Material ausgehoben, abgetragen, verschoben und für die Gestaltung des Gebietes wiederverwendet. Die Dämme und Grabenränder, an denen Material deponiert worden war, sind nach Abschluss der Arbeiten schnell von der Spätblühenden Goldrute (Solidago gigantea) besiedelt worden. Damit hatte damals niemand gerechnet.

Laubfrosch
Auch der Laubfrosch profitierte von den Bekämpfungsmassnahmen (© Antonia Zurbuchen).

Im Pflege- und Entwicklungsplan des Schutzgebietes aus dem Jahr 2005 wurde daher der Bekämpfung der Goldrute grosses Gewicht beigemessen. 2010 konnte dann ein aussergewöhnliches Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Eine rund 4000 m2 grosse Fläche mit sehr dichtem Goldrutenbestand wurde um 0.25 m abgeschält. Die rund 1‘000 m3 Material wurden anschliessend abtransportiert und in einer Innertstoffdeponie entsorgt. Die abgeschürfte Fläche wird seither geflutet und verhindert somit den Wiederbewuchs durch die Goldrute. Diese neu entstandene seichte Wasserfläche dient heute als Laichgebiet für Amphibien und als Lebensraum für wandernde Watvogelarten.