Benkner-, Burger- und Kaltbrunner Riet

Sicht vom grossen Aussichtsturm des Kaltbrunner Riets auf den Möwenteich
Möwenteich Kaltbrunner Riet, Foto: Antonia Zurbuchen

 

Das Schutzgebiet

Das Kaltbrunner Riet liegt wie eine Insel im Landwirtschaftsgebiet der Linthebene. Es ist der letzte Überrest der Sümpfe, die einst das Gebiet zwischen Walensee und Zürichsee prägten. Anfangs des 19. Jahrhunderts wurden die Überschwemmungen durch den Bau des Escher- und Linthkanals eingedämmt. Die Ebene konnte landwirtschaftlich genutzt werden, die feuchteren Flächen vor allem als Streuwiesen. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Linthebene im Zuge der Melioration drainiert und die Streuwiesen in Wiesen und Ackerland überführt. Durch die zunehmende Entwässerung des umliegenden Landes drohte das Kaltbrunner Riet auszutrockenen.


Der Ornithologe und Lehrer Hans Noll erkannte die Bedeutung des Riets für die Sumpf- und Wasservögel und erwirkte, dass 1914 die ersten Verträge zum Schutz der Lachmöwen zwischen der St. Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft und der Ortsgemeinde Kaltbrunn abgeschlossen wurden. Weitere Verträge folgten. 1939 kaufte Pro Natura 25 Hektaren Land zur Erhaltung eines Restes der ursprünglichen Landschaft. Während damals vor allem die Lachmöven im Zentrum der Schutzinteressen standen, gilt das Kaltbrunner Riet heute als wichtiges Rückzuggebiet für viele gefährdete Pflanzen- und Tierarten.

 

Schutzstatus

Als Flachmoor, Amphibienlaichgebiet und Wasser- und Zugvogelgebiet hat es nationale, als Ramsar-Schutzgebiet sogar internationale Bedeutung. Heute umfassen die Kerngebiete des Schutzgebiets mit Möventeich, Entensee und Zweiersee eine Fläche von rund 50 Hektaren.