Blick auf das Kaltbrunner Riet Markus Jud
Moore

Monitoring Hydrologie Kaltbrunner Riet

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Das Kaltbrunner Riet ist ein Flachmoor, Amphibienlaichgebiet und Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung. Als Folge der Melioration der Linthebene wurde im Kaltbrunner Riet der natürliche Wasserhaushalt gestört.
Um den Wasserhaushalt des Kaltbrunner Riets präziser zu verstehen, wurden zwei Monitoringprojekte ausgearbeitet.

Das Kaltbrunner Riet ist ein Flachmoor, Amphibienlaichgebiet sowie Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung. Durch die Melioration der Linthebene wurde der natürliche Wasserhaushalt verändert. Zwei Monitoringprojekte untersuchen deshalb die hydrologische Situation und schaffen eine Grundlage für den langfristigen Schutz und die gezielte Pflege des Riets.

Monitoring Bewässerungs- und Wasserrückhaltesysteme

Der Bereich um den Möwenteich wird seit 1978 mit Wasser aus dem Steinenbach bewässert. Trotzdem kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu starken Wasserabsenkungen. Neben technischen Ursachen könnten zunehmende Trockenperioden, geringere Wasserverfügbarkeit und eine höhere Verdunstung infolge des Klimawandels dafür verantwortlich sein.

Im Bereich des Entensees wurden 2022 Drainagen ausser Betrieb genommen und regulierbare Schächte und Wehre eingebaut. Gleichzeitig entstand eine regulierbare Flutwiese, welche die Flachmoorbereiche von Entensee und Möwenteich ökologisch verbindet.

Ein langfristiges Monitoring erfasst die Wasserstände beim Möwenteich, im Flachmoor beim Entensee und auf der Flutwiese. Damit soll überprüft werden, ob die bestehenden Bewässerungs- und Regenerationsmassnahmen einen ausreichenden Wasserhaushalt gewährleisten oder nicht. Wasserdefizite sollen frühzeitig erkannt werden, um bei Bedarf gezielte Massnahmen einzuleiten.

Monitoring als Grundlage für Pflege und Entwicklung

Für viele weitere Flächen des Kaltbrunner Riets fehlen bisher hydrologische Daten. Dadurch ist unklar, ob ökologische Defizite bei Vegetation und Tierwelt tatsächlich mit dem Wasserhaushalt zusammenhängen.

Das Monitoring untersucht in einem ersten Schritt, ob die Wasserverhältnisse in Flächen mit hohen Goldrutenbeständen einen flächigen Abtrag von Goldrutenbeständen zulassen würden oder nicht. Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage, um Aufwertungsmassnahmen künftig gezielt und wirkungsvoll zu planen.