Salomonstempel (cr Pro Natura SGA)

P022: Hochmoorregeneration Salomonstempel, 1. Etappe, Ebnat-Kappel (2007-2008)*

Der Salomonstempel gehört zu einer ausgedehnten Wald- und Moorlandschaft (ML 66 Chellen) auf der kuppigen Hochebene zwischen Hemberg und Ebnat-Kappel. Im Jahr 1999 konnte Pro Natura St. Gallen-Appenzell in diesem Gebiet zwei Parzellen von Total 3.7 ha Fläche erwerben (Nr. 424, Ebnat-Kappel und Nr. 255, Hemberg). Beide sind im Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung, respektive im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung erfasst (FM 873 Salomonstempel, HM 148 Salomonstempel).

Für die Planung müssen Bodenprofile gebohrt werden. (Foto: Pro Natura SGA)
Für die Planung müssen Bodenprofile gebohrt werden. (Foto: Pro Natura SGA)

Das Hochmoor Salomonstempel wurde durch den Abbau von Torf, der bis in die Mitte des 20 Jahrhunderts stattgefunden hat, stark beeinträchtigt. So beschreibt Lüdi (1946, Moore der Schweiz) das Hochmoor Salomonstempel als Ruine eines grossen Moores, welches durch tiefe Abzugsgräben und Torfstiche schwerstens beschädigt ist. Damals besass das Moor noch eine Mächtigkeit von 340 cm Torf über der wasserstauenden Lehmschicht; d.h. 120 cm mehr als heute.

Pro Natura St. Gallen-Appenzell hat aufgrund dieser Ausgangslage im Jahr 2006 das Regenerationspotential des Hochmoors Salomonstempel durch den vom BAFU beauftragten Moorexperten Peter Staubli beurteilen lassen. Er empfahl ein Aufwertungs- und Regenerationsprojekt in Angriff zu nehmen (Staubli 2006). Pro Natura St. Gallen-Appenzell führte das Projekt mit Unterstützung von Peter Staubli (Beck [&] Staubli, Zug) zwischen 2007 und 2008 durch.